Die Astrolabserie habe ich als Nutzer der VCollection schon länger im Auge; ein 88er oder 61er machte für mich bisher wenig Sinn, da die Qualität der (e)Pianos mein Nord im Livebetrieb nicht ersetzen können. Das 37er nun passt bei fast identischen Features prima ins Livesetup und tut im Prinzip genau was es soll; nämlich die V-Collection stressfrei auf die Bühne bringen. Ich bin eigentlich kein Fan der Astrolab Formgebung; ein bisschen weniger schick und dafür mehr schnelle Eingriffsmöglichkeiten wären mir lieber. Die Soundqualität ist arturialike erwartbar hervorragend, die Menge und Auswahl der gebotenen Presets schier erschlagend. Arturia hat jedoch eine sehr durchdachte Such/Auswahlfunktion gefunden; die es möglich macht über mehrere Wege kreativ an gesuchte Klänge zu kommen. Für sich betrachtet ist das 37 eine hervorragend klingende Presetschleuder und sein Geld schon dadurch wert. Für mich persönlich macht es aber im kreativen Zusammenspiel mit der VCollection erst richtig Sinn. Vor allem die Möglichkeit, am Rechner (vor allem mit Pigment7) gestaltete oder editierte Klänge in die Hardware zu packen und mit auf die Bühne zu nehmen, gibt dem Synth ein Alleinstellungsmerkmal. Für mich ist das 37 ein hervorragend klingendes Werkzeug mit hohem Spaßfaktor, dessen geringe Ausmaße eigentlich seine Größe ausmacht.