Es ist ein Spielzeug - nicht mehr und nicht weniger.
Ich wollte mir damals schon den ersten EP bestellen, habe es aber dann Dank 'fadergate' doch gelassen. Da ich ein grosser Dub-Fan bin, dachte ich ich probiere den Riddim einmal aus. Nach 2 Stunden war klar: das geht direkt zurück.
Das einzige, was dem Gerät das Prädikat 'Dub' verleiht sind die Samples. Alles andere hat mit Dub nichts zu tun. Ich meine hier insbesondere die Effektsektion. Leute, was habr Ihr euch dabei gedacht?! Statt eines standesgemässen Spring-Reverbs (als Simulation, klar) gibt es so ein verwaschenes TE-Reverb, welches sie wahrscheinlich in jede Kiste bauen. Das Delay hat auch nichts dubbiges. Wo also sind die Spring Reverbs her, die man in den Demos hört? Direkt mitgesampled wahrscheinlich...
Das Delay ist auch 08/15 und lässt kein Dub-Feeling bei mir aufkommen.
Und das sind die zwei Effekte (plus einem Phaser vielleicht) auf die es nun mal ankommt. Enttäuschend und darum harte Abstriche beim Sound,
Dub-Samples zusammensuchen kann ich selber, dafür brauche ich mir kein Plastikspielzeug zu kaufen.
Achja, und wenn ich nichts übersehen habe gibt es nur einen verfügbaren Effekt für alle vier Spuren. Da könnte ich mich irren, aber die grottige Bedienungsanleitung (nur als website, nicht mal als PDF!) hat mir auch nicht weitergeholfen.
Das Ting habe ich nicht mal mehr ausgepackt, weil es schon klar war, dass das Gerät hier nicht alt wird. Das Mikro aus Plast mit Hupe hätte es auch nicht mehr rausgerissen.
Die Bedienung ist auch erwartbar grausig, aber daran könnte man sich gewöhnen, wenn der Sound stimmen würde. Ich hab mich vom 'namedropping' einiger Dub-Grössen täuschen lassen. Clever gemachtes Marketing, das muss ich TE lassen.
Das was dann dem Fass den Boden ausgeschlagen hat, war die Tatsache, dass das Ding innerhalb der zwei Stunden dreimal abgestürzt ist. Aus unerfindlichen Gründen (nach firmware-update wohlgemerkt - das einzige was Dank webmidi über Firefox gut funktioniert hat).
Ging sofort zurück, danke an Thomann!